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Schmerzbehandlung mit Akupunktur

Schmerz & Akupunktur aus chinesischer Sicht
Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin entsteht Schmerz durch eine Störung der lokalen Blutzirkulation (Mikrozirkulation) und eine Blockade des sog. Qi-Flusses in den Leitbahnen oder Meridianen. Das Qi ist Lebensenergie, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten im Tagesablauf in den einzelnen Meridianen sowie inneren Organen zirkuliert. Eine Blockade des Qi-Flusses (Qi-Stagnation) in den Leitbahnen kann bedingt sein durch äußere Einflüsse wie Zugluft, Kälte, Feuchtigkeit, durch Traumen aber auch durch Stress, Anspannung und verschiedene emotionale Einflüsse. Auch falsche Ernährung, die zur Schleimbildung führt, kann einen regelrechten und harmonischen Qi-Fluss beeinträchtigen.

Qi-Stagnation führt zu Schmerzen oder einem Spannungsgefühl im betroffenen Bereich. Im Extremfall kann es auch zur Umkehr der Qi-Flussrichtung in einzelnen Organen kommen.

Die Aufgabe und Wirkungsweise der Akupunktur ist es, den regelrechten Qi- und Blutfluss wieder in Gang zu setzen und eingedrungene pathogene Faktoren (Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Hitze) über die Leitbahnen auszuleiten.

Bei Leere-Zuständen jedoch (z.B. Qi-Mangel, Erschöpfungszustände, chronische Erkrankungen) muss tonisierend, also zuführend und stärkend behandelt werden.
Das ist möglich durch Auswahl bestimmter Akupunkturpunkte sowie spezielle Nadelstimulationstechniken.

Akupunktur: anerkannte Methode der Schmerztherapie
Die Akupunktur ist in Österreich in der Indikation zur Schmerztherapie seit 1986 vom Obersten Sanitätsrat als wirksame Methode anerkannt. Als Indikationen zur Akupunkturbehandlung werden in einem Bericht des Obersten Sanitätsrats besonders hervorgehoben:
chronische Schmerzzustände, Kopfschmerz, Migräne, Schulter-Arm-Syndrom, Zervikalsyndrom, Schleudertrauma, Spondylopathien (Wirbelsäulenerkrankungen), Discopathien (Bandscheibenschäden), Lumbalgie („Kreuzschmerz“),
Lumboischialgien („Ischias“), Arthrosen, Tendinitis (Sehnenscheiden-entzündung), Epikondylitis (Tennisellbogen), Bursitis (Schleimbeutelentzündung), etc.

Akupunktur: eine jahrtausendealte Erfahrungswissenschaft
Die Akupunktur ist eine segmentale Reiztherapie, die Wirkung beruht auf reflektorischen Verbindungen zwischen Körperoberfläche und Körperinnerem einerseits und zwischen entfernt voneinander liegenden Arealen der Körperoberfläche andererseits. Diese reflektorischen Verbindungen zwischen verschiedenen Körperregionen wurden von den Chinesen über Jahrtausende subtil beobachtet und aufgezeichnet.

Die Akupunktur-Meridiane liegen im Verlauf der sogenannten Rückenmarkssegmente, das sind Segmente der Körperoberfläche, die von bestimmten segmentalen Rückenmarksnerven versorgt werden.
Die Wirkungsvermittlung der Akupunktur erfolgt nerval-reflektorisch, im Wesentlichen über das vegetative (unwillkürliche) Nervensystem.

Der schmerzhemmende Effekt der Akupunktur dürfte auf verschiedenen Phänomenen beruhen. Einerseits konnte unter Akupunkturbehandlung eine gesteigerte Endorphinausschüttung festgestellt werden. Endorphine sind schmerzhemmende Substanzen, die vom Körper selbst produziert werden.

Andererseits dürfte die Akupunktur den Einstrom von Schmerzimpulsen in das Rückenmark hemmen (sogenannter gate control-Mechanismus).

Ein wesentlicher Faktor der schmerzhemmenden Wirkung der Akupunktur ist jedoch die Durchbrechung der sogenannten Schmerzspirale. Schmerzhafte Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen führen reflektorisch zu einer Muskelanspannung, um die jeweilige Körperregion ruhig zu stellen. Diese chronische Muskelanspannung wird in weiterer Folge jedoch für sich zur Schmerzursache und führt häufig zur Chronifizierung der Beschwerden. Hier kann man sich die außergewöhnlich gute muskelentspannende Wirkung der Akupunktur zu Nutze machen.

Eine lokal verbesserte Durchblutung wirkt sich günstig auf den Verlauf von Entzündungen aus.

Im Fall von Kopfschmerzen, insbesondere von Migräne, dürfte die Akupunkturwirkung auf einer sympathikusvermittelten Gefäßregulation beruhen. Auch ein regulierender Effekt auf den Hormonhaushalt dürfte hier eine Rolle spielen, da es unter Akupunkturbehandlung nicht nur zu einer Besserung der akuten Schmerzsymptomatik, sondern nach längerer Behandlung sowohl zu einer Verminderung der Anfallsstärke als auch der Anfallshäufigkeit kommt. Häufig verschwindet die Migränesymptomatik gänzlich.

Wichtige Akupunkturindikationen

  • Kopfschmerz, Migräne
  • Nackenverspannung, Zervikalsyndrom
  • Rückenschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden
  • Lumbalgie, Ischialgie (Kreuzschmerzen, „Ischias“)
  • Schulterschmerz, Schulter-Arm-Syndrom
  • Ellbogenschmerzen, Tennisellbogen
  • Hüftschmerz, Knieschmerz (Arthrosen)
  • Fingergelenksarthrosen
  • Posttraumatische Schmerzzustände (St.p.Fraktur, Zerrungen, Prellungen, etc.)
  • Neuralgien (Trigeminusneuralgie)
  • zyklusabhängige Schmerzen (PMS, Dysmenorrhoe)
  • Post-Zoster-Neuralgie

 

 

 

 


Dr. Thomas Strauch

Lungenfacharzt
Arzt für Akupunktur
chinesische Diagnostik und Arzneitherapie

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